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UFERSCHWALBENKOLONIE GAXHARDT |
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Einmalig in Baden-Württemberg - Größte Uferschwalbenkolonie in Stödtlen-Gaxhardt
Die Uferschwalbe ist die kleinste europäische Schwalbe. Sie wird auch als Weitstreckenzieher bezeichnet, da sie im Winter bis nach West- / Zentralafrika zieht. Die Uferschwalbe ist ein Koloniebrüter. Beide Partner graben jedes Jahr neue armtiefe Brutröhren mit Schnabel und Krallen in steile sandige Wände. In einem kleinen Brutkessel werden dann vier bis sechs Jungvögel großgezogen. Meist erfolgt eine zweite Brut. Aufgrund der Biotopansprüche ist diese Vogelart bei uns sehr selten geworden. Ausnahme ist eine Sandwand in Gaxhardt bei Stödtlen, welche auf Initiative des NABU 1976 vom Land erworben und als Naturdenkmal ausgewiesen wurde. Hier nisten die letzten Uferschwalben Nordwürttembergs. Bis heute wird die Wand vom NABU Ellwangen betreut. Der im Winter abgebröckelte Sand muss entfernt werden. Der Bruterfolg ist mit bis zu 400 Brutpaaren seit 1976 ohne Unterbrechung optimal. Die Baggerarbeiten an der Uferschwalbenkolonie Gaxhardt erfolgen immer im März oder Anfang April. Bereits Ende Mai können dann mehrere Hundert Röhren gezählt werden. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen aber auch, dass bis Anfang Juni weitere kleine Subkolonien die Wand annehmen, d.h. die Zahl der Brutpaare kann noch zunehmen. Nach unseren Erfahrungen brüten die Uferschwalben in 60 % aller beflogenen Röhren.
Da die Uferschwalben freien Anflug zur Sandwand benötigen, müssen zu hoch wachsende Büsche auf dem Gelände davor regelmäßig bei Arbeitseinsätzen im Herbst oder Winter durch Mitglieder des NABU Ellwangen entfernt werden.
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16.03.2011:
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Baggerarbeiten
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18.04.2011:
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Erste Brutröhren waren schon gegraben. Die ersten Uferschwalben kehrten 2011 ungewöhnlich früh zurück.
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15.05.2011:
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Erste Fotoauswertung. Es waren bereits 539 Brutröhren gegraben.
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03.07.2011:
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Die abschließende Zählung ergab mit 685 beflogenen Brutröhren eine leichte Zunahme der anwesenden Uferschwalben im Vergleich zur Rekordzahl von 668 Brutröhren aus dem Jahr 2010.
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Die jahrelangen Bemühungen sind sehr erfolgreich, denn nach den Ergebnissen der landesweiten Uferschwalbenzählung der Ornithologischen Gesellschaft Baden-Württemberg im Jahr 2010 war die Uferschwalbenkolonie Gaxhardt mit 668 beflogenen Röhren die größte Uferschwalbenkolonie in Baden-Württemberg. Offensichtlich finden die Uferschwalben dort so optimale Lebensbedingungen vor (Sandwand und Nahrungsangebot), dass diese Zahl im Jahr 2011 noch leicht übertroffen wurde. Der Bestand ist derzeit offensichtlich auf hohem Niveau sehr stabil.
Eine so große Anzahl von Uferschwalben konnte dort noch nie festgestellt werden. Dies lässt auch darauf schließen, dass die Uferschwalben auch in der weiteren Umgebung immer weniger geeignete Brutmöglichkeiten finden und sich daher immer mehr auf Gaxhardt konzentrieren.
Eine Ausnahme scheint eine neue kleine Uferschwalbenkolonie in einer Sandgrube bei Dalkingen mit 35 Brutröhren zu sein, die am 21.Juni 2011 entdeckt wurde.
Auf jeden Fall ist die Größe der Uferschwalbenkolonie in Gaxhardt etwas Einmaliges in Baden-Württemberg.
Brutbiologie der Uferschwalben
Dokumentation der Kolonie von 1976 bis 2010 [769 KB] [35 KB]
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Pressebericht der Schwäbischen Post vom 25.06.2011 >> [420 KB]
Pressebericht der Ipf- und Jagst-Zeitung vom 11.06.2010 >> [553 KB]
Pressebericht der Schwäbischen Post vom 13.06.2009 >> [270 KB]
Pressebericht der Schwäbischen Post vom 06.06.2008 >> [138 KB]
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Umweltschutzpreis 2010 der Heimatsmühle Aalen
Für das nachhaltige 35-jährige Engagement zum Erhalt und Pflege der Uferschwalbenkolonie in Gaxhardt erhielt der NABU Ellwangen am 29.10.2010 den 1. Umweltschutzpreis der Heimatsmühle Aalen.
Hier geht es zur Bewerbungspräsentation >> [769 KB]
Pressebericht Umweltschutzpreis 2010 Schwäbische Post >> [124 KB]
Pressebericht Umweltschutzpreis 2010 Ipf- und Jagst-Zeitung >> [35 KB]
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Bestandsentwicklung der Uferschwalbenkolonie:
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Mehr über Uferschwalben Klick auf das Bild
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Bildergalerie der Uferschwalbenkolonie
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Spendenaufruf beim NABU Baden-Württemberg
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Neue Uferschwalbenkolonie Dalkingen
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Am 21. Juni 2011 wurde bei einem Kontrollgang durch ein Mitglied des NABU Ellwangen in einer ehemaligen Sandgrube südöstlich von Dalkingen eine neue Uferschwalbenkolonie mit zunächst 28 und abschließend 35 Brutröhren entdeckt.
Vor ca. 15 Jahren wurde dieses Areal auf Initiative des NABU Ellwangen vom Land Baden-Württemberg erworben da dort Uferschwalben brüteten. Die Pflege wurde dem Landschaftserhaltungsverband übertragen. Leider war die Uferschwalbenkolonie aus unbekannten Gründen nach wenigen Jahren erloschen.
Der NABU Ellwangen hat stets eingefordert, die Sandwand "schwalbengerecht" zu erhalten. Vom Landschaftserhaltungsverband wurde mehrere Jahre erfolglos herumexperimentiert.
Nach Entfernung einer Weidenhecke und Kappung der Wandkurve im letzen Winter haben die Uferschwalben dort dieses Jahr wieder Einzug gehalten.
Es ist sehr erfreulich, dass sich die Beharrlichkeit, an diesem Biotop festzuhalten, nun ausbezahlt hat.
Pressebericht der Ipf-und-Jagst-Zeitung vom 05.07.2011 [187 KB]
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Brutbiologie der Uferschwalben
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